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Hasselblad Reparaturen bei fotohandel.de

Eine Hasselblad 500 ist komplex. Reparaturen sind entsprechend komplex. In eine Hasselblad Revision investieren wir im Schnitt knapp 600.- EUR für Body, Objektiv und Magazin. Wenn Sie bei fotohandel.de eine werkstattüberholte Hasselblad Ausrüstung erwerben erhalten Sie eine wertvolle Kameraausrüstung, die auf Jahre wieder zuverlässig ihren Dienst tun wird*.

* 6 Monate echte Funktionsgarantie und 12 Gewährleistung

Wenn Sie eine hochwertige klassische Hasselblad-Kamera suchen und sich z.B. auch auf Filmtransport, Lichtdichtungen, die Verschlussabläufe (auch der langen Zeiten und insbesondere der Referenzsekunde) verlassen wollen, müssen Sie in aller Regel eine reparierte/überholte Kamera kaufen. Bei nicht reparierten Kameras diesen Alters ist meistens (altersbedingt) der Verschlussablauf „verharzt“, was man bei den langen Verschlusszeiten bemerkt, aber auch Auswirkungen auf alle Zeiten hat. Meist sind der Spiegelschlag und Transport aufgrund verharzter Öle schwerfällig.

Grundsätzlich kann man oben getroffene Aussage auf andere klassische Kameras übertragen, z.B. auf eine analoge Leica Kamera. Grundsätzlich muss sich aber eine derart aufwändige Reparatur und Revision wirtschaftlich lohnen. Je schöner der Erhaltungszustand einer Kamera ist, desto wertvoller wird die Investition in Revision und Reparatur.

Typische Auffälligkeiten bei Hasselblad Kameras und Objektiven

Lichtdichtungen

Bei den meisten Hasselblad Magazinen sind die Lichtdichtungen im Lauf der Zeit zersetzt und müssen erneuert werden. Das klebrig gewordene Material verunreinigt das Magazin und hinterlässt eine klebrige „Schmiere“, feststellbar zumeist am Lichtschieber. Das fehlende Material führt zu Lichteinfall. Lichtdichtungen sind eine übliche Auffälligkeit bei alten Kameras.

Verschlusszeiten und Blenden

„Die Kamera funktioniert noch“ ist ein Irrtum bei vielen alten Kameras. Eine Kamera muss nicht nur auslösen, sondern die Verschlusszeiten müssen stimmen, zumindest innerhalb bestimmter Toleranzen. Die 1/60-Sekunde muss diese Zeit auch tatsächlich zumindest annähernd erreichen und die „Referenzzeit“ von 1s ist für gebrauchte Kameras ein wichtiges OK- bzw. KO-Kriterium auch für die anderen Zeiten.

Oft sind die Verschlüsse oder Blenden (bei Zentralverschlüssen) zunächst schwerfällig und „spielen sich dann ein“, aber dies ist das Zeichen für lange Lagerung und bereits verharzte Blenden und Verschlüsse.

80% der Hasselblad Carl Zeiss – Objektive, die wir heute ankaufen, haben (altersentsprechend) einen defekten Zentralverschluss, bei dem die Verschlusszeiten nicht innerhalb der Toleranzen ablaufen, und erfahren vor dem Wiederverkauf bei uns eine technische Revision. Oft frage ich mich deshalb, wie andere Händler mit abweichenden Verschlusszeiten verfahren, denn ich sehe nur selten werkstattüberholte Optiken in deren Angebot. Dabei sind korrekte Verschlusszeiten ein wesentliches Qualitätsmerkmal einer Kamera oder eines Objektives mit Zentralverschluss, zumal in einer Leistungsklasse wie bei Hasselblad.

Öle und Fette, Schmiermittel

Die Schmierungen in alten Kameras und Objektiven sind oft nicht mehr vorhanden. Bei Objektiven ist dann die Fokussierung oder der Zoomring sehr leichtgängig und kein Widerstand mehr vorhanden.

Die „umgekehrte“ Auffälligkeit sind fest gewordene Öle, die die Fokussierung oft schwergängig machen.

Transportmechanismus, Aufzug, Spiegelschlag und Lichtklappen sind typische Auffälligkeiten für schwerfällige Funktion aufgrund fehlender oder fester Schmierung. Bei Mittelformatkameras sind Bildüberlappungen durch fehlerhaften Filmtransport häufiger festzustellen. Die Einzelaufnahmen sind dann nicht durch einen Steg zwischen den einzelnen Aufnahmen korrekt getrennt und überlagern sich teilweise.

Hasselblad empfiehlt in seiner Gebrauchsanweisung (siehe oben) von 1972 eine Wartung einer Kamera jedes halbe Jahr bzw. nach je 5000 Belichtungen. Eine Empfehlung, die wohl nur selten wahrgenommen wurde.

Palpasbeschichtung

Zur Absorption von Licht im Spiegelraum und Vermeidung von Reflexionen (Streulicht) wird im Innern eines Hasselblad-Kameragehäuses auf die Seitenbereiche eine dünne Palpasbeschichtung auf einem klebrigen Trägermaterial aufgetragen. Dieser Klebstoff ist eine Art Permanentkleber und kann nur mit großem Aufwand vom Gehäuse entfernt werden. Durch die Ausdehnung des Trägermaterials bilden sich auf der Palpasbeschichtung Risse, dies ist selbst bei pfleglichem Umgang und sorgfältiger Lagerung über die Jahre unvermeidbar und ein häufiges „Problem“ der Hasselblad-Kameras. Die Risse sind eher kosmetische Fehler, das Material absorbiert das Licht trotz dieser Auffälligkeit.

Eine Reparatur bzw. ein Austausch der Palpasbeschichtung ist aufgrund des hohen Aufwands und der damit verbundenen Kosten in aller Regel nicht zweckmäßig, solange das Material lediglich Risse aufzeigt und keine deutlichen Auflösungserscheinungen.