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Leica M10-R mit Leica Noctilux 50mm 1.0 mit Leica Visoflex 2

Leica Messsucherkameras - Kaufberatung

Eine Leica M Messsucherkamera gilt unter manchen Fotografen als der "Heilige Gral" unter den Kameras - auf der Suche nach Erlösung und Glückseligkeit, die sie in diesem Kultobjekt zu erkennen glauben. Unerreichbar (und unerreichbar teuer) erscheint der "Heilige Gral" der Fotografie, wird doch jeder Leica Besitzer am Hof von König Artus zu Wetzlar zum Ritter geschlagen und in die illustre Gemeinschaft der Tafelrunde der Leicianer aufgenommen.

Und so ranken sich Mythen um diese Kameras, verdichten sich zu einem Wahrheitsanspruch und manifestieren sich in Form - nun ja - aktuell einer digitalen Leica M11.

Wer sich als ambitionierter Fotograf vielleicht langsam über die Zeit der Leica-Fotografie annähert, wer die funktionsüberladenen Sonys, Fuji, Canon, Nikon Kameras satt hat, der findet in der Leica M sicher die wohltuende "Entschleunigung in der Fotografie". Die simple Gestaltung der Bedienelemente und der eingeschränkte Funktionsumfang können erleichternd sein, ein Ausflug in das Menüsystem ist nach der ersten Einrichtung der Kamera zumindest nur noch selten notwendig.

Manche Begehrlichkeiten münden in einen Kauf, und führen in die Überraschung, oft bis hin zur Entzauberung. Und deshalb gelangt - nicht selten - eine eben gekaufte nagelneue Leica M  bereits nach kurzer Zeit wieder in den Gebrauchthandel.

Der Leica Käufer gleicht dem Helden auf der Suche nach dem heiligen Gral, der sich Ansehen erwirbt durch seinen tollkühnen Umgang mit "Waffen" und durch seine naive Art, als er sich einfach auf den „Platz der Gefahr“ setzt:

Mit einer Leica M zu fotografieren ist etwas Besonderes. Doch gibt es einige Kompromisse, auf die man sich einstellen muss.

Wer allerdings die Besonderheiten der Leica M Fotografie in Kauf nimmt oder damit umzugehen weiß, wird sicherlich mit tollen Fotos belohnt.

Die ersten Bilder mit einer Leica Messsucherkamera werden in den seltensten Fällen scharf

Insbesondere bei den Brennweiten ab 50mm und offenen Blenden bei den lichtstarken Objektiven wie einem Leica Summilux oder gar einem Leica Noctilux ist der Schärfebereich extrem klein. Beim klassischen Messsucher (Durchsichtsucher) kann die erreichte Tiefenschärfe im Sucherbild nicht abgebildet werden, wie es bei elektronischen Suchern wie der Fuji X-Pro u.ä. selbstverständlich ist. Deshalb gehören Praxis und Erfahrung dazu, den erreichbaren Schärfebereich bereits im Vorfeld gedanklich zu erfassen. Im Bildergebnis wird der Schärfebereich immer noch viel geringer ausfallen als gedacht. Die Lernkurve ist steiler mit einer digitalen Leica M Kamera wie der Leica M9, Leica M10 oder Leica M11, da hier die Bildergebnisse unmittelbar zur Betrachtung im Kameradisplay oder im elektronischen Sucher vorliegen und entsprechende Konsequenzen schneller gezogen werden können als in der analogen Fotografie mit Film.

Und bereits die Fokussierung mit dem mechanischen Messsucher ist eine Herausforderung. Trotz Toleranzbereiche und exakter Feinjustage stellt die Fokussierung über den Messsucher den Fotografen bei immer höher auflösenden Sensoren vor zunehmend sichtbare Probleme. Der mittlerweile 60 Megapixel hochauflösende Sensor bei der Leica M11 macht jede Abweichung von der Idealschärfe sichtbar, zudem fehlt einer modernen Leica M ein Bildstabilisator.

Die Scharfeinstellung erfordert ohnehin besondere Konzentration und nicht ohne Grund wünscht sich mancher, dass die nächste (digitale) Leica M einen elektronischen Sucher EVF haben wird (als Zubehörteil gibt es diesen EFV bereits für die meisten digitalen Leica M als Aufstecksucher für den Blitzschuh). Hier bietet die Fuji X-Pro Reihe einen klaren, zumindest technischen Vorteil: Wahlweise kann zwischen optischem Sucher und digitalem Sucherbild umgeschaltet werden.

Dennoch kommt es selbst bei penibler Scharfstellung nicht selten im Bildergebnis zu Unschärfe: Die Scharfeinstellung erfolgt im Sucher mit präziser Mechanik über eine Kopplung von Objektiv mit dem Messsucher. Äußere Einflüsse wie Stoß oder Schlag erfordern oft eine Korrektur der Justage. Diese Abstimmung erfolgt im Leica Werk in tadelloser Qualität, ist aber auch teuer, denn Teilreparaturen wie eine Sucherjustage allein führt Leica nicht durch, sondern immer das ganze Programm einer Werksüberholung. Das ist aufwändig und teuer, aber eben auch entsprechend umfassend und professionell. Deshalb ist Leica Fotografie grundsätzlich teuer. Zudem sollte im Idealfall die komplette Ausrüstung eingeschickt werden, damit Objektive und Kamera(s) optimal aufeinander abgestimmt werden. Insbesondere die klassischen lichtstarken Leica Objektive wie das Leica Summilux oder Leica Noctilux, die für analogen Film konstruiert sind, erfordern u.U. eine Abstimmung der Schärfeebene auf die Sensortechnologie, die den Toleranzbereich grundsätzlich verringert.


Leica Objektive

Leica Objektive sind das „Maß der Dinge“ und weniger die Technik der Kameras. Wer sich eine Leica M kauft, sollte vor allem Geld für Leica Objektive haben. Der besondere "Look" der Bilder aus einer Leica Kamera entsteht durch die Objektive. Leica Optiken haben den besonderen "Leica-Look", den speziellen Leica-Charakter, gekennzeichnet durch eine "Dreidimensionalität" in der Abbildung, ein schönes Bokeh und die ausgezeichnete Schärfe - und diese Abbildungsleistungen werden auf kleinstem Raum erreicht. Wer je mit einem Leica Objektiv fotografiert hat, dem wird es schwer fallen, auf ein anderes System zu wechseln, auch wenn die besondere Qualität zumindest auf den normalen zeitgemäßen Publikationen wie Instagram oder dem Handydisplay nicht herauszustechen vermag.

Nicht alle Leica Objektive sind gut, aber alle sind teuer. Grundsätzlich kann man von einem Leica Objektiv der 1970er Jahre nicht die gleichen Abbildungsqualitäten erwarten wie bei einem aktuellen Leica Objektiv mit moderner Rechnung, insbesondere bei der Schärfeleistung. Hier spricht man dann eher vom speziellen "Charakter" eines Objektives, z.B. einer besonderen Bokeh-Wirkung oder einem "zarten Schmelz".

Leica auf dem Gebrauchtmarkt

Leica Optiken sind meist eine gute Investition, werden sie doch im Laufe der Zeit wertvoller. Viele Leica Objektive haben in den letzten Jahren eine Wertsteigerung erfahren, also bleibt der Wiederverkaufswert eines Leica Objektives attraktiv. Also lieber jetzt kaufen – günstiger werden die Objektive kaum. Im Zweifel lassen sich die Objektive meist auch gut wieder verkaufen.

Der Kauf gebrauchter Leica Technik macht Sinn, werden doch die Preise entsprechend günstiger als aktuelle Neuware. Und weil die meisten Leica Benutzer sehr sorgsam mit ihrer Ausrüstung umgehen - und auch oft die Wartungen durchführen lassen - sind viele verfügbare Kameras und Objektive auf dem Gebrauchtmarkt in Quasi-Neuzustand bei technischem Bestzustand.

Leica Reparaturen und Wartung

Bei einer Leica Reparatur spricht man bei den klassischen analogen Kameras in der Regel nicht von der Reparatur einer Beschädigung, also eines Schadens, sondern von der Behebung von alterstypisch auftretenden Defekten, die die Funktionsfähigkeit der Kamera mehr oder weniger einschränken. Typische Auffälligkeiten bei klassischen Leica Kameras sind verharzte Schmiermittel und dejustierte Messsucher. Jahrzehnte alte Kameras erfahren durch die technische Wartung eine Wiederherstellung des Gebrauchswerts. Mechanische Probleme lassen sich in der Fachwerkstatt gut beheben und nicht jede Kamera muss zum "Leica Customer Care", dem Werkskundendienst, ebenso wenig wie man mit einem Mercedes-Oldtimer zwingend ins "Mercedes Classic Center" muss, um eine Überholung zu erhalten. Erst wer eine aufwändige Restauration seiner Leica wünscht, ist zunehmend auf die Ersatzteile vom Leica Werkskundendienst angewiesen. Aktuelle Leica Modelle erhalten idealerweise eine regelmäßige Überprüfung und Justage des Messsuchers durch den Werkskundendienst.

Leica "Kompaktkameras"

Leica M ist das kompakteste Vollformat-System auf dem Markt. Mit Erscheinen der Leica M9 war dies tatsächlich eine völlig neue "Größenerfahrung", 10 Jahre später sieht es wieder anders aus. Zum Beispiel mit der Sony A7 ist ein ebenfalls kompaktes Kameraformat gelungen, aber die systemeigenen Objektive mit der Auto-Fokus-Funktionalität machen die Ausrüstung wieder deutlich größer als ein Leica M System.
Leica M Kameras sind klein, aber auch überraschend schwer. Insbesondere die fehlende Autofokus-Funktion erlaubt zumindest äußerst kompakte, kleine und leichte  Objektive, was das Gewicht der Ausrüstung insgesamt sinken lässt.

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