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Leica M Kaufberatung

Trendfaktor Leica

Der Leica Kameramarkt hat in den letzten Jahren an Stärke gewonnen, das gilt insbesondere auch für den Gebrauchtmarkt. Aber diese Entwicklung ist nicht in allen Gebieten gleich, Spitzenpreise werden für Objektive und Kameras in perfektem Zustand bezahlt. Eine 100% schöne "neuwertige" Sammlerkamera kostet leicht den mehrfachen Preis einer „normal gebrauchten, gepflegten“ Leica.

Der mechanische Zustand ist wichtig, da die meisten Kameras heute für den Gebrauch statt für die Vitrine bestimmt sind. Reparaturen sind teuer und Ersatzteile zunehmend knapp, so dass eine „gute Basis“ entscheidend ist für eine Kaufentscheidung. Schöne Stücke in einem erhaltenswerten Zustand rechtfertigen eine aufwändige technische Revision der Kamera und sichern damit den Werterhalt.

Bei fotohandel.de erhalten Sie deshalb viele überholte Leica-Kamera und Objektive in ausgezeichnetem optischen und technischen Zustand mit 12 Monaten Garantie auf die Leistungen der Werkstatt. Werkstattüberholte Leica Kameras und Objektive sind entsprechend gekennzeichnet.

 
 
Wer sich mit der Leica Fotografie und insbesondere mit der Leica M Messsuchertechnik (vielleicht zum ersten Mal) auseinandersetzt, sollte sich auf Besonderheiten und auch Überraschungen einstellen. Im Idealfall kann man zur Meinungsbildung auf zahlreiche wertvolle Erfahrungen zugreifen, bevor man sich eine (erste) analoge oder digitale Leica M zulegt.

Das Internet liefert hier reichlich Berichte. 
Einige für mich inspirierende Quellen sind:

Ein unerschöpfliches Nachschlagewerk zur Leica Fotografie.

Thorsten von Overgaard ist dänischer Publizist für Fotoliteratur und Fotograf. Er veranstaltet Kurse und Exkursionen zur Fotografie und reist dabei durch die Welt. Ich lese gerne seine zumeist ausführlichen Abhandlungen über bestimmte Leica M Kameras und Objektive, denke dabei aber manchmal, dass ich wahrscheinlich keine Ausstellung von ihm besuchen würde. Ich finde nur wenige seiner Aufnahmen herausragend spannend, aber das ist Ansichtssache.


Auch auf dieser Seite habe ich bereits viele der persönlichen Erfahrungen und Meinungen des Autors zu Leica Kameras und ausgesuchten Leica Objektiven gelesen und oft bei eigenen Kaufentscheidungen davon profitiert. Auch vom beschriebenen "Zwiespalt" und der Begeisterung beim Einsatz digitaler und analoger Kameratechnik fühle ich mich durchaus angesprochen.

Patrick Ludolph schreibt gut und fotografiert gut - spannend, interessant, informativ, vielseitig - seine Internetseiten besuche ich oft und gerne.


Mit einer Leica M zu fotografieren ist etwas Besonderes. Doch gibt es einige Kompromisse, auf die man sich einstellen muss. Wer allerdings die Besonderheiten der Leica M Fotografie in Kauf nimmt oder damit umzugehen weiß, wird sicherlich mit tollen Fotos belohnt.

Die ersten Bilder mit einer Leica Messsucherkamera werden in den seltensten Fällen scharf. 

Insbesondere bei den Brennweiten ab 50mm und offenen Blenden bei den lichtstarken Objektiven wie einem Leica Summilux ist der Schärfebereich extrem klein. Beim klassischen Messsucher (Durchsichtssucher) kann die erreichte Tiefenschärfe im Sucherbild nicht abgebildet werden, wie es bei elektronischen Suchern wie der Fuji X-Pro u.ä. selbstverständlich ist. Deshalb gehört eine Menge Praxis und Erfahrung dazu, den erreichbaren Schärfebereich bereits im Vorfeld gedanklich zu erfassen. Im Bildergebnis wird der Schärfebereich immer noch viel geringer ausfallen als gedacht. Die Lernkurve ist steiler mit einer digitalen Leica M, da hier die Bildergebnisse unmittelbar zur Betrachtung vorliegen und entsprechende Konsequenzen schneller gezogen werden können.

Und bereits die Fokussierung mit dem mechanischen Messsucher ist eine Herausforderung. Trotz Toleranzbereiche und exakter Feinjustage stellt die Fokussierung über den Messsucher den Fotografen bei immer höher auflösenden Sensoren vor zunehmend sichtbare Probleme. Die Scharfeinstellung erfordert ohnehin besondere Konzentration und nicht ohne Grund wünscht sich mancher, dass die nächste Leica M einen elektronischen Sucher EVF haben wird (als Zubehörteil gibt es diesen EFV bereits für die meisten digitalen Leica M als Aufstecksucher für den Blitzschuh). Hier bietet die Fuji X-Pro Reihe einen klaren, zumindest technischen Vorteil: Wahlweise kann zwischen optischem Sucher und digitalem Sucherbild umgeschaltet werden.

Dennoch kommt es selbst bei penibler Scharfstellung nicht selten im Bildergebnis zu Unschärfe: Die Scharfeinstellung erfolgt im Sucher mit präziser Mechanik über eine Kopplung von Objektiv mit dem Messsucher. Äußere Einflüsse wie Stoß oder Schlag erfordern oft eine Korrektur der Justage. Diese Abstimmung erfolgt im Leica Werk in tadelloser Qualität, ist aber auch teuer, denn Teilreparaturen wie eine Sucherjustage allein führt Leica nicht durch, sondern immer das ganze Programm einer Werksüberholung. Das ist aufwändig und teuer, aber eben auch entsprechend umfassend und professionell. Deshalb ist Leica Fotografie grundsätzlich teuer. Zudem sollte im Idealfall die komplette Ausrüstung eingeschickt werden, damit Objektive und Kamera(s) optimal aufeinander abgestimmt werden.

Leica Objektive

Leica Objektive sind das „Maß der Dinge“ und weniger die Technik der Kameras. Wer sich eine Leica M kauft, sollte vor allem Geld für Leica Objektive haben. Der besondere "Look" der Bilder aus einer Leica Kamera entsteht durch die Objektive. Leica Optiken haben den besonderen "Leica-Look", den speziellen Leica-Charakter, gekennzeichnet durch eine "Dreidimensionalität" in der Abbildung, ein schönes Bokeh und die ausgezeichnete Schärfe - und diese Abbildungsleistungen werden auf kleinstem Raum erreicht. Wer je mit einem Leica Objektiv fotografiert hat, dem wird es schwer fallen, auf ein anderes System zu wechseln, auch wenn die besondere Qualität zumindest auf den normalen zeitgemäßen Publikationen wie Instagram oder dem Handydisplay nicht herauszustechen vermag.

Nicht alle Leica Objektive sind gut, aber alle sind teuer. Grundsätzlich kann man von einem Leica Objektiv der 1970er Jahre nicht die gleichen Abbildungsqualitäten erwarten wie bei einem aktuellen Leica Objektiv mit moderner Rechnung,
insbesondere bei der Schärfeleistung. Hier spricht man dann eher vom speziellen "Charakter" eines 
Objektives, z.B. einer besonderen Bokeh-Wirkung oder einem "zarten Schmelz".

Leica auf dem Gebrauchtmarkt

Leica Optiken sind meist eine gute Investition, werden sie doch im Laufe der Zeit immer wertvoller. Viele Leica Objektive haben in den letzten Jahren eine Wertsteigerung erfahren, also bleibt der Wiederverkaufswert eines Leica Objektives attraktiv. Also lieber jetzt kaufen – günstiger werden die Objektive kaum. Im Zweifel lassen sich die Objektive meist auch gut wieder verkaufen.

Der Kauf gebrauchter Leica Technik macht Sinn, werden doch die Preise entsprechend günstiger als aktuelle Neuware. Und weil die meisten Leica Benutzer sehr sorgsam mit ihrer Ausrüstung umgehen - und auch oft die Wartungen durchführen lassen - sind viele verfügbare Kameras und Objektive auf dem Gebrauchtmarkt in Quasi-Neuzustand bei technischem Bestzustand.
 

Leica "Kompaktkameras"

Leica M ist das kompakteste Vollformat-System auf dem Markt. Mit Erscheinen der Leica M9 war dies tatsächlich eine völlig neue "Größenerfahrung", 10 Jahre später sieht es wieder anders aus. Zum Beispiel mit der Sony A7 ist ein ebenfalls kompaktes Kameraformat gelungen, aber die systemeigenen Objektive mit der Auto-Fokus-Funktionalität machen die Ausrüstung wieder deutlich größer als ein Leica M System.
Leica M Kameras sind klein, aber auch überraschend schwer. Insbesondere die fehlende Autofokus-Funktion erlaubt zumindest äußerst kompakte, kleine und leichte  Objektive, was das Gewicht der Ausrüstung insgesamt sinken lässt.